Stress gilt als zentraler Risikofaktor für die Entwicklung psychischer und körperlicher Erkran-kungen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse). Neben Umweltfaktoren tragen auch genetische Einflüsse zur individuellen Stressverarbeitung bei. Ziel des Projekts POSEIDON-HPA ist es, die Auswirkungen von prä-nataler, frühkindlicher und jugendlicher Stressbelastungen sowie genetischer Prädispositionen (polygene Risikoscores) auf die Adoleszenz zu untersuchen. Die Studie nutzt Daten der prospektiven POSEIDON-Geburtskohorte und verfolgt einen interdisziplinären, entwicklungspsy-chobiologischen Ansatz zur Identifikation von Risikofaktoren und zur Ableitung präventiver Maßnahmen.
Übergeordnete Studie: Die Studie POSEIDON / PEZ-PSYCHE ist eine longitudinale Erhebung biologischer Daten und psychischer Belastungen sowie Lebensumstände von 400 Kindern und ihren Eltern. Die bisherigen Untersuchungszeitpunkte fanden während der Schwangerschaft, kurz nach der Geburt, 6 Monate postpartal, 45 Monate postpartal und im Alter von 10 Jahren statt.. In der aktuell laufenden Erhebung werden die Jugendlichen im Alter von 14 Jahren untersucht.
Die genaue Beschreibung der Ziele und der Methodik des Promotionsvorhabens wird gemeinsam mit dem/der Kandidat*in unter Berücksichtigung seiner/ihrer Forschungsinteressen festgelegt.