Das kinderchirurgische Forschungslabor sucht motivierte Medizinstudierende zur Mitarbeit an einem Projekt zur Lungendifferenzierung bei angeborenen Lungenfehlbildungen, wie z. B. der angeborenen Zwerchfellhernie oder Lungenhypoplasien im Rahmen urogenitaler Fehlbildungen.
Im Projekt werden Lungenstammzellen aus Trachealaspiraten und Amnionflüssigkeit von Neugeborenen etabliert und in vitro zu epithelialen Atemwegszellen differenziert. Durch den Vergleich von Proben mit und ohne Fehlbildungen sollen inflammatorische Prozesse, proinflammatorische Signalwege sowie potenzielle therapeutische Ansätze untersucht
werden.
Die Doktorandin bzw. der Doktorand arbeitet unter enger Betreuung der Projekt- und Laborleitung mit etablierten Methoden wie Zellkultur, Immunhistochemie, PCR, Western Blot und statistischer Auswertung in einem interdisziplinären Forschungsteam.
Die Arbeit ist klinisch hochrelevant, da bisher nur begrenzte Erkenntnisse zu Pathomechanismen und Therapien angeborener Lungenfehlbildungen vorliegen. Als
spezialisiertes Zentrum bieten wir optimale Bedingungen für translational orientierte Forschung.
Die Methoden sind im Labor etabliert, die Ethikanträge sind genehmigt und es besteht bereits eine große Probendatenbank zur Verfügung für die geplanten Experimente.
Die experimentelle Doktorarbeit ist als Vollzeitarbeit über 2 Freisemester angelegt. Eine Finanzierung als Hiwi ist möglich. Die Kandidatin oder der Kandidat kann eine enge
Betreuung, regelmäßige Teilnahme an Labormeetings und die Möglichkeit zur rigorosen wissenschaftlichen Ausbildung erwarten. Die Durchführung einer Forschungsarbeit mit
Publikation ist angedacht.