Mannheimer Zentrum für translationale Neurowissenschaft (MCTN)

Aktuelle Angebote

Erforschung der Pathogenese degenerativer, cerebraler Veränderungen in der Acbd5-/- Maus
Abschluss: Dr. med.
Art: experimentell
Für Studierende der: Medizin
Start: sofort
voraussichtliche Dauer: 36 Monate
ungefährer Arbeitsaufwand: 5-10 h/Woche
Abteilung: Institut für Neuroanatomie
Doktorvater / -mutter: Markus Islinger
Betreuer: siehe Doktorvater
Ansprechpartner: M. Islinger
Kontakt: markus.islinger@medma.uni-heidelberg.de

Beschreibung:

Das Acyl-CoA domain containing protein 5 (ACBD5) vermittelt Kontakte zwischen Peroxisomen und dem endoplasmatischen Retikulum, die wahrscheinlich dem Austausch von Metaboliten zwischen diesen beiden Zellkompartimenten dienen. Mutationen in ACBD5 führen zu einer neuen peroxisomalen Erkrankung, die sich beim Menschen in einer lebensbedrohlichen Degeneration von verschiedenen Bereichen des ZNS äußert. Kürzlich konnte wir anhand eines ACBD5-defizienten Mausmodels zeigen, dass im Verlauf der Pathogenese u.a. selektiv Purkinjezellen des Cerebellums zu Grunde gehen, was mit zunehmenden lokomotorischen Störungen bei den Tieren einhergeht. Auffälliger Weise korrelieren diese Schädigungen mit signifikanten Veränderungen in der Zusammensetzung der Membranlipide in diesem Abschnitt des ZNS. Im weiteren Verlauf unseres Forschungsprojektes gilt es daher zu klären, wie Veränderungen auf molekularer und subzellulärer Ebene zur Schädigung und schließlich Absterben der Purkinjezellen führen. Darüber hinaus werden wir unsere Arbeiten auf weitere Gehirnbereiche ausdehnen. Im Rahmen dieser Arbeiten suchen wir einen medizinischen Doktoranden, der mittels Fluoreszens-, Elektronenmikroskopie und elektrophysiologischen Methoden, Veränderungen auf zellulärer und subzellulärer Ebene erfasst, um weitere Details zur Pathogenese der ACBD5-Defizienz zu entschlüsseln. Wir erhoffen uns daraus fundamentale Erkenntnisse zur funktionellen Bedeutung von Peroxisomen bei metabolischen, neurodegenerativen Erkrankungen.
Charakterisierung des Schmerzverhaltens im Zebrafisch mit/ohne diabetische Polyneuropathie
Abschluss: Dr. med.; ggf. MD/PhD Groningen
Art: experimentell
Für Studierende der: Humanmedizin
Start: sofort
voraussichtliche Dauer: 36 Monate
ungefährer Arbeitsaufwand: ca. 12 Monate
Abteilung: Neurophysiologie
Doktorvater / -mutter: Prof. Dr. Rolf-Detlef Treede
Betreuer: Dr. Uta Binzen / Dr. Wolfgang Greffrath
Ansprechpartner: Wolfgang Greffrath
Kontakt: wolfgang.greffrath@medma.uni-heidelberg.de

Beschreibung:

Identifikation gewebespezifischer Veränderungen innerhalb des nozizeptiven Systems im Rahmen der diabetischen Polyneuropathie – Charakterisierung des Schmerzverhaltens im Zebrafisch

Wir suchen für unser Subprojekt 15 innerhalb der DFG-finanzierten internationalen Graduierten-Schule „Diamicom - IRTG 1874/2“ (https://www.umm.uni-heidelberg.de/diamicom/projects/md-sp15/) ab sofort eine(n) überdurchschnittlich engagierte(n) Medizindoktorand*in zur Bearbeitung experimenteller Fragestellungen aus der Grundlagenforschung zu molekularen Mechanismen der diabetischen Polyneuropathie beim Diabetes mellitus Typ 1. Die Arbeit gliedert sich in drei grundsätzliche Teile: (i) Identifizierung und Charakterisierung adäquater Reize am Zebrafisch Analogon des Capsaicinrezeptors TRPV1 in heterologer Expression mittels fluoreszenz-optischer Messung intrazellulären Kalziums – diese Arbeiten, die im Labor bereits vollständig etabliert sind, können zunächst auch im Rahmen einer Forschungsarbeit durchgeführt werden. (ii) Durchführung von Verhaltensexperimenten mit diesen identifizierten Reizen zur Untersuchung des nozifensiven Verhaltens des Zebrafisches – zunächst an Larven, später an adulten Fischen. (iii) Pathophysiologische Untersuchungen der veränderten Nozizeption in diabetischen Zebrafischen.

Neben einer überaus ambitionierten und hochaktuellen Fragestellung – Schmerzverhalten beim Zebrafisch – und einer engen persönlichen Betreuung können wir die Aufnahme in einer internationalen Graduiertenschule bieten – sowie eine finanzielle Förderung von voraussichtlich wenigstens 1,5 Jahren. Bei Interesse – und entsprechendem Engagement - kann die Möglichkeit einer Doppelpromotion gewährt werden, innerhalb eines MD/PhD-Programmes der Universitäten Heidelberg und Groningen, Niederlande.


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